Mittwoch, 1. Juni 2011

Saudi Arabien plant den Bau neuer Atomkraftwerke

Saudi Arabien plant den Bau von 16 Atomkraftwerken bis 2030 für über 100 Milliarden Dollar, berichtet Reuters Africa, unter Hinweis auf eine Veröffentlichung in Arab News. Damit will der größte Erdölexporteur der Welt der schnell anwachsenden Energienachfrage standhalten. Die Atomreaktoren sollen die heimische Energieversorgung unterstützen.
In 10 Jahren sollen die ersten zwei Reaktoren fertig gestellt sein, danach sollen jährlich zwei neue Atomkraftwerke hinzu kommen, sagte Abdul Ghani bin Melaibari, der Koordinator wissenschaftlicher Zusammenarbeit in King Abdullah City für Nukleare und Erneuerbare Energie. Das Königreich plane, 20 Prozent seines Energiebedarfs durch nukleare Energie zu decken.
Die benachbarten Arabischen Emiraten hatten 2009 einen Vertrag mit einem Südkoreanischen Konsortium über den Bau von Atomkraftanlagen im Gesamtwert von 20,4 Milliarden Dollar geschlossen. (Reuters Africa, 1.06.11)

Montag, 30. Mai 2011

Klaus Töpfer, der Vorsitzende der Ethikkommision und früherer Umweltminister (CDU) sagte, in der ganzen Welt gebe es eine enorme Aufmerksamkeit für den Wechsel des Energiekurses in Deutschland. "Wenn das gelingt, ist es eine große Chance auch für die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft." (zitiert in: ZDFheute, 30.05.11)
Gefunden bei twitter:
Germany's not "leading" anything. They're tucking their tail between their legs are running from a phantom.

Sonntag, 29. Mai 2011

Ethikkommission. Fachleute nicht erwünscht.

Es ist möglich, dass die Ethikkommission, die nach dem GAU in Japan eingerichtet wurde, ein "kluger Schachzug" von Angela Merkel war, um die "Ausstiegsbremser in den eigenen Reihen in die Schranken zu weisen". (Atomausstieg: Raus aus der Kampfzone, in: ZDFheute, 29.05.11)
Kann eine kluge Politik es sich leisten, nicht den Rat von Atom-Fachkräften einzuholen, wenn es um die Frage der Sicherheit und der Energieversorgung in der Zukunft geht?
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Gabriel (SPD) hält die Gefahren durch Blackouts für "absolut realistisch"

Sigmar Gabriel fordert "Sorgfalt vor Schnelligkeit". "Ich rate uns sehr dazu, dass wir sorgfältig beraten, was wir da tun und nicht im Schweinsgalopp da durchgehen". (zitiert in: Tagesschau, 29.05.11)

Samstag, 28. Mai 2011

Donnerstag, 26. Mai 2011

Ist Kernenergie erneuerbar?

Der Deutsche Akademische Austauschdienst e. V. (DAAD), eine Gemeinschaftseinrichtung der deutschen Hochschulen und der Studierenden zur Pflege ihrer internationaler Beziehungen, vermittelt Studenten in Dalian, China, wichtige Erkenntnisse zum Umgang mit Müll: Ziel des Projektes ist es, den Studenten ein Bewusstsein für umweltrelevante Themen nahe zu bringe, "z.B. wird Papier sorglos fallen gelassen, Müll stapelt sich in Klassenzimmern, Plastiktüten wehen durch die Gegend, Abfalleimer wie man sie aus Deutschland kennt, fehlen", und selbstverständlich geht es dabei auch um Atommüll. Schließlich ist Müll Müll.
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Schweizer Bundesrat empfiehlt langsamen Ausstieg aus der Kernenergie bis 2034

Der Schweizer Bundesrat beschloss am 25.05.11 einen langsamen Ausstieg aus der Kernenergie bis zum Jahr 2034. Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass der Ausstiegsbeschluss äußerst knapp ausgefallen sei. "Dem Vernehmen nach standen drei atomkritische, links-bürgerliche Frauen drei atomfreundlichen Männern der konservativ-liberalen Rechten gegenüber. Zünglein an der Waage war Leuthard von der christlichsozialen Volkspartei, die sich schließlich ihren Kolleginnen anschloss." (Kirchner, Thomas: Schweiz beschließt Atomausstieg, in: sueddeutsche.de, 25.05.11)
Die meisten Zeitungsmeldungen erwähnen nicht, dass es sich bei dem Beschluss des Bundesrats lediglich um eine Empfehlung handelt, langfristig aus der Atomenergie auszusteigen.

Dienstag, 24. Mai 2011

Netzausbaubeschleunigungsgesetz (Nabeg)

Dem Handelsblatt liegt der Entwurf für ein Netzausbaubeschleunigungsgesetz (Nabeg) für den "Ausbau des Übertragungsnetzes mit überregionaler oder europäischer Bedeutung" vor. (Bund will Zuständigkeit für Netzausbau, Handelsblatt, 24.05.2011)

Schneller Atomausstieg führt Deutschland in die Isolation

Das siebente Treffen des European Nuclear Energy Forum (ENEF) fand am 19. und 20 May 2011 in Prag statt. An diesem Treffen nahmen EU- und nationale Politiker teil, offizielle Vertreter internationaler Organisationen, Repräsentanten der Atomindustrie und von Behörden.

Mehrere Länder bestätigten nochmals ihre Absicht, an ihren Plänen zum Bau neuer Atomkraftwerke festzuhalten.

Swissgrid: Ohne Stromnetzausbau kein Atomausstieg

Die Schweizer Netzgesellschaft Swissgrid hält einen kurzfristigen Ausstieg aus der Atomenergie für unrealistisch. (Schweizer Fernesehen, 24.05.2011)
Der Swissgrid-Chef Pierre-Alain Graf erklärte, Voraussetzung dafür sei, dass bis 2020 rund 1000 Kilometer Leitungen erneuert werden könnten. Die Kosten dafür betrügen rund vier bis sechs Milliarden Franken. Er wies auf einen Bewilligungszeit von etwa 15 bis 20 Jahren hin. In den letzten zehn Jahren hat Swissgrid lediglich 150 Kilometer Leitungen erneuert.

Historisch falsche Weichenstellung in der Kernforschung und die Folgen

"Eine fatale Folge der Polarisierung der Positionen im Atomkonflikt besteht darin, dass sich keine Seite mehr für Alternativen innerhalb der Kerntechnik interessiert", sagt Joachim Radkau, der bis zu seiner Emeritierung 2009 Professor für Technikgeschichte an der Universität Bielefeld war und zahlreiche Bücher über Technik, Politik und Gesellschaft geschrieben hat (zit. in: VDI-Nachrichten, 20.05.11)

Schwachstellen deutscher AKW

Nicht die Kernenergie bringt die Kerntechnologie in Verruf, sondern das absurde Spektakel, das sich eine Schar von Politikern erlaubt, die die Frage der Sicherheit und ihrer Kontrollpflicht nach dem Politbarometer richtet!

Störfälle

Frech gefragt: Gibt es einen Industriezweig, der ähnlich nachvollziehbare Fehlermeldungen für sicherheitsrelevante Ereignisse wie die Atomkraftwerke liefert?

Sonntag, 22. Mai 2011

Ist ein Blackout im Winter 2011/12 realistisch?

Umwelt- und Energiepolitiker von SPD und Grünen schätzen die Gefahr eines weitflächigen Stromausfalls in Deutschland gering ein. Spekulationen über einen drohenden Blackout bezeichnete Grünen-Fraktionschef Trittin als „hochgradig unseriös“. „Es wird nach unserer Auffassung keine Probleme geben.“ (zitiert in: Berliner Morgenpost, 22.05.11)
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Kleinfeld: Schneller Ausstieg - Risiko für die industrielle Entwicklung in Deutschland

Klaus Kleinfeld, frühere Siemens-Vorstand und heute Chef des Aluminiumriesen Alcoa, gehört zu den einflussreichsten Managern in den USA.
Alcoa werde angesichts der Energiedebatte keine neuen Produktionsstätten in Deutschland aufbauen: "Wenn es um die Herstellung des Grundmaterials geht, gibt es weltweit genügend Standorte, an denen Energie deutlich günstiger und trotzdem sauber ist", sagte Alcoa-CEO Klaus Kleinfeld der "Welt am Sonntag" (WaS). Alcoa unterhalte derzeit vier Standorte in Deutschland, an denen Aluminium weiterverarbeitet wird.
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Freitag, 20. Mai 2011

Tschernobyl-Bäume passen sich an

Forscher fanden heraus, dass sich die strahlungsempfindliche Erbsubstanz DNA im Zellkern bis zu einem gewissen Grad selbst vor Radioaktivität schützen kann. „Für uns war es sehr überraschend, dass wir an vielen Regionen des großen Genoms der Kiefer Veränderungen beobachten konnten, die offenbar als Anpassung auf die erhöhte Strahlung zu sehen sind“, so der Leiter des Forschungsprojekts, Professor Reiner Finkeldey. (Universität Göttingen, 20.04.2011, in: scinexx)

Donnerstag, 19. Mai 2011

Die vierte Generation der Kernkraftwerke schließt GAUs naturgesetzlich aus

2008 sagte Fritz Vahrenholt, Geschäftsführer der RWE-Tochter RWE Innogy:  
"Die vierte Generation der inhärent sicheren Kernkraftwerke, wozu etwa der Hochtemperaturreaktor gehört, schließt GAUs naturgesetzlich aus." 
Das Problem der Endlagerung wäre mit Hilfe der Transmutation zu lösen, die Kernenergie wäre beherrschbar und fehlertolerant. Darüber gibt es zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen. Die Energiekonzerne wissen dies, aber sie hören diese Nachricht nicht besonders gerne. schließlich lässt sich mit den alten Atomkraftwerken sehr viel mehr Geld verdienen (Gewinnmarge 40%). Auch mit der Wiederaufbereitung, den Transporten und der Endlagerung lässt sich sehr viel Geld verdienen. Und darauf wollen sie nicht freiwillig verzichten. Und die Atomkraftgegner? Was wären sie ohne Castortransporte? In diesem Punkt sind sich beide Seiten einig: Joschka Fischer ist wohl kaum umsonst seit 2009 als Berater bei RWE tätig.

>>> Transmutation