Montag, 20. Juni 2011
Energieministerin Leuthard (Schweiz): Gesetzesanpassung möglich, wenn beispielsweise Kernfusion gelingt.
Die Schweizer Energieministerin Doris Leuthard will den bundesrätlichen Entscheid zum Ausstieg aus der Atomenergie nicht als Beschluss für alle Zeiten verstanden wissen. Kernenergie könnte wieder zum Thema werden, wenn die Kernfusion gelinge: „Sollte etwa in 30 Jahren die Kernfusion gelingen, und sollten die Vorteile der Atomenergie wieder überwiegen, könnte man das Gesetz erneut anpassen", sagte Leuthard im Interview mit der "NZZ am Sonntag". Heute entscheide man aufgrund der heutigen Fakten - und die sprächen gegen neue Investitionen in die Kerntechnologie. "Aber wer kann heute schon sagen, wie sich die Technologie entwickelt?"(in: Schweizer Handelszeitung, 29.05.2011)
Der Ausstieg soll etappenweise in 25 bis 30 Jahren erfolgen. Manche Kreise würden nach Ansicht Leuthards hingegen den Eindruck erwecken, als steige die Schweiz sofort aus.
Was die völlige Unabhängigkeit von der Atomkraft betrifft, dürfe man sich "keinen Illusionen hingeben", sagte Leuthard. Die Schweiz könne weiterhin Strom importieren, und "im Import wird immer ein Anteil Atomstrom dabei sein".
Der Ausstieg soll etappenweise in 25 bis 30 Jahren erfolgen. Manche Kreise würden nach Ansicht Leuthards hingegen den Eindruck erwecken, als steige die Schweiz sofort aus.
Was die völlige Unabhängigkeit von der Atomkraft betrifft, dürfe man sich "keinen Illusionen hingeben", sagte Leuthard. Die Schweiz könne weiterhin Strom importieren, und "im Import wird immer ein Anteil Atomstrom dabei sein".
Die unbeherrschbare Kernenergie
Viele wichtige Prozesse auf der Erdoberfläche, wie das Klima und das Leben selbst sind einer Strahlungsenergie zu verdanken. 99,98 % des gesamten Energiebeitrags zum Erdklima stammen von der Sonne. Die Sonne ist ein gigantischer Fusionsreaktor, in dem unsere Erde 1,3 Millionen mal hineinpasst. In diesem, nicht von Menschen gemachten und nicht von Menschen beherrschbaren Kernreaktor findet eine Kernreaktion statt, die bewirkt, dass Masse in Energie umgewandelt wird, die vom Innern der Sonne an die Oberfläche getragen wird und dort als Licht und Hitze abstrahlt. Die Sonne sendet ein Spektrum elektromagnetischer Wellen aus, darunter auch Röntgenstrahlung. Die Neutrinos, bei den Kernreaktionen entstehenden, erreichen bereits nach acht Minuten die Erde.
Zum Vergleich: Die Sonne erzeugt in ihrem Inneren pro Sekunde 6.000 Megatonnen Helium aus Wasserstoff (Fusion von 4 Wasserstoffkernen zu einem Heliumkern). Bei der Kernfusion werden pro Kilogramm erzeugtes Helium 630 Terajoule Energie frei. Um die gleiche Menge zu erzeugen, müsste ein 1-GW-Kraftwerk eine Woche arbeiten. Oder: 6.000.000.000.000 (Sechs Billionen) 1-GW-Kernkraftwerke müssten eine Woche arbeiten, um dieselbe Menge Energie herzustellen, die die Sonne innerhalb einer Sekunde erzeugt. Dies ließe sich ja auch noch umrechnen, wieviel Energie die Sonne innerhalb einer Woche erzeugt und wieviele irdische Kernkraftwerke benötigt würden, um diese Menge zu erreichen …
Die Strahlungsleistung, die die Erde trifft, beträgt 1,37 Kilowatt pro Quadratmeter oder, auf die gesamte Erdquerschnitt umgerechnet, 170.000 Terawatt.
Der Fusionsreaktor Sonne ist seit etwa 4,6 Milliarden Jahren aktiv und besitzt noch genug Brennstoff, um weitere etwa fünf Milliarden Jahre zu brennen. Gegen Ende ihres Daseins wird die Sonne anschwellen, bis sie letzten Endes so groß ist, dass sie die Erde verschlingt.
Dies ist offenbar der Stand der Wissenschaft.
Übrigens kann sich diese Informationen jeder auf eine ganz einfache Weise im Internet besorgen, wie ich es als Nicht-Naturwissenschaftlerin unter dem Stichwort "Sonne" in wenigen Minuten auch gemacht habe.
Zum Vergleich: Die Sonne erzeugt in ihrem Inneren pro Sekunde 6.000 Megatonnen Helium aus Wasserstoff (Fusion von 4 Wasserstoffkernen zu einem Heliumkern). Bei der Kernfusion werden pro Kilogramm erzeugtes Helium 630 Terajoule Energie frei. Um die gleiche Menge zu erzeugen, müsste ein 1-GW-Kraftwerk eine Woche arbeiten. Oder: 6.000.000.000.000 (Sechs Billionen) 1-GW-Kernkraftwerke müssten eine Woche arbeiten, um dieselbe Menge Energie herzustellen, die die Sonne innerhalb einer Sekunde erzeugt. Dies ließe sich ja auch noch umrechnen, wieviel Energie die Sonne innerhalb einer Woche erzeugt und wieviele irdische Kernkraftwerke benötigt würden, um diese Menge zu erreichen …
Die Strahlungsleistung, die die Erde trifft, beträgt 1,37 Kilowatt pro Quadratmeter oder, auf die gesamte Erdquerschnitt umgerechnet, 170.000 Terawatt.
Der Fusionsreaktor Sonne ist seit etwa 4,6 Milliarden Jahren aktiv und besitzt noch genug Brennstoff, um weitere etwa fünf Milliarden Jahre zu brennen. Gegen Ende ihres Daseins wird die Sonne anschwellen, bis sie letzten Endes so groß ist, dass sie die Erde verschlingt.
Dies ist offenbar der Stand der Wissenschaft.
Übrigens kann sich diese Informationen jeder auf eine ganz einfache Weise im Internet besorgen, wie ich es als Nicht-Naturwissenschaftlerin unter dem Stichwort "Sonne" in wenigen Minuten auch gemacht habe.
Sonntag, 19. Juni 2011
Eine junge Generation aus kerntechnischen Berufen in Deutschland fordert ehrliche Debatte um Atomausstieg
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"Tschüss Kernkraft? Bonjour nucléaire!"Brokdorf(Quelle: Kerntechnische Gesellschaft e.V.) |
Die Junge Generation sorge sich, so deren Sprecher, Carsten George, auch um den Verlust des deutschen Einflusses auf die weltweiten Sicherheitsstandards in der Nutzung der Kerntechnik: "Wenn sich die aktuelle Entwicklung fortsetzt, isoliert sich Deutschland endgültig und wir werden trotz unserer heute weltweit führenden Sicherheitsstandards kurzfristig im internationalen Umfeld unser Mitspracherecht verlieren."
"Tschüss Kernkraft? Bonjour nucléaire!"
Die Atomkraftgegner, die ihre Ablehnung der Kernenergie mit Sicherheitsmängeln begründen, sollte es nach ihrer Meinung interessieren, dass Deutschland aktuell bereits permanent rund 3.000 Megawatt Leistung aus Frankreich importiert, die dort hauptsächlich in Kernkraftwerken erzeugt werden (nach Angaben der Transparenzplattform der europäischen Transportnetzbetreiber www.entsoe.net).Die Kerntechnische Gesellschaft äußert dagegen ihre Bedenken: "Ein Sicherheitsgewinn geht damit sicherlich nicht einher, schließlich hat die Reaktorsicherheitskommission der Bundesregierung allen deutschen Kernkraftwerken eine große Robustheit bescheinigt."
"Ideologiefreie, transparente und vor allen Dingen besonnene Debatte über einen zuverlässigen und sicheren Energiemix"
George: "Die Junge Generation fordert daher eine sofortige Abkehr von den konzeptlosen und sicherheitstechnisch unbegründeten Ausstiegsplänen in Deutschland und stattdessen eine ideologiefreie, transparente und vor allen Dingen besonnene Debatte über einen zuverlässigen und sicheren Energiemix."Die meisten Atomkraftgegner dürften jedoch der Meinung sein, es sei genug diskutiert worden. Jetzt müsse gehandelt werden. Augen zu und durch. Da es einen Konsens aller Atomkraftgegner aus allen Parteien, auch der angeblich desinteressierten Energiekonzerne, rund um den ökologisch-industriellen Komplex, an dem viele von ihnen sehr viel Geld verdienen können, gibt und zwar nicht erst seit Fukushima, sondern seit vielen Jahren, kann es eine ideologiefreie, transparente und vor allen Dingen besonnene Debatte über einen zuverlässigen und sicheren Energiemix erst dann geben, wenn sich die Vision von 100 Prozent erneuerbaren Energien (von einem Konzept kann man wirklich nicht sprechen) als undurchführbar erweist. Noch beherrscht die Euphorie das Geschehen (der vollständige Energiewandel ohne Kernenergie gilt als machbar und bezahlbar). Es ist gut zu wissen, dass es in Deutschland Nachwuchskräfte aus kerntechnischen Berufen gibt - sie werden eines Tages wahrscheinlich dringend gebraucht.
Samstag, 18. Juni 2011
Schweden denkt über die „vierte Generation neuer Reaktoren“ nach
Am 17. Juni 2010 verkündete die konservativ-liberale Regierung unter Ministerpräsident Fredrik Reinfeld den Ausstieg vom 1980 besiegelten Atomausstieg. Die alten Anlagen dürfen weiterlaufen, sogar neue Reaktoren können gebaut werden, aber nur als Ersatz für alte Blöcke. Staatliche Subventionen fließen dafür nicht mehr.
Selbst das für 2020 in Östhammar geplante atomare Endlage schreckt die Bewohner nicht. (Per Hinrichs, Warum sich Östhammar über radioaktiven Müll freut, Welt Online, 18.06.2011)
Selbst das für 2020 in Östhammar geplante atomare Endlage schreckt die Bewohner nicht. (Per Hinrichs, Warum sich Östhammar über radioaktiven Müll freut, Welt Online, 18.06.2011)
Internationale Nukleare Energie-Olympiade 2011, Seoul
Vom 26. bis 30.September 2011 findet in Seoul, Republik Korea, für Studenten, die an Kernkraft-Technologie und Politik interessiert sind, ein einzigartiger Wettbewerb statt:
Die International Nuclear Energy-Olympiade 2011 wendet sich an Studenten, die die Zukunft der Kernenergie sind, um ihnen die Möglichkeit zu geben, die Einstellungen zu dieser Technologie im eigenen Land zu erforschen und die Informationen, die helfen könnten, negative Meinungen zu überwinden. Die Recherche wird in einen Plan für die öffentliche Akzeptanz der Kernenergie umgesetzt und einer internationalen Jury vorgelegt werden.
Teilnehmer der Energie-Olympiade werden Studenten im Grund- oder Aufbaustudium in Ländern sein, die sich auf die Nutzung der Kernenergie vorbereiten oder in Ländern, die den Bau neuer Atomkraftwerke planen.
Die International Nuclear Energy-Olympiade 2011 wird mit Billigung der International Atomic Energy Agency (IAEA) von der World Nuclear University (WNU) organisiert und von Korea Nuclear Energy Promotion Agency (KONEPA) veranstaltet.
Die Arbeitssprache der Olympiade wird Englisch sein.
>>> Weitere Informationen und der link zum Anmeldeformular sind auf der Seite http://www.nuclearolympiad.org zu finden.
(Vielleicht würde man sich über einen Antrag aus Deutschland wundern, vielleicht auch nicht.)
2011 Internationale KERNENERGIE OLYMPIADE September von 26 bis 30 2011, Seoul, Republik Korea Ein einzigartiger Wettbewerb für Studenten, die an Kernkraft-Technologie und Politik interessiert sind "Ein Plan für die öffentliche Akzeptanz der Kernenergie in meinem Land" |
Die Aufgabe für Studenten aus aller Welt besteht darin, darzulegen, wie die Öffentlichkeit für die Kerntechnologie gewonnen werden kann. Die jüngsten Ereignisse in Fukushima haben nur dazu beigetragen, diese Herausforderung zu verstärken, da, trotz Fukushima, die grundsätzlichen Vorteile der Kernenergie unverändert sind - eine sichere und zuverlässige Technologie, die Stromversorgung in großem Umfang zu einem erschwinglichen Preis, ohne Umweltverschmutzung und Treibhausgase ermöglicht. Wie lassen sich diese Argumente einem oft skeptischen Publikum vermitteln?
Die International Nuclear Energy-Olympiade 2011 wendet sich an Studenten, die die Zukunft der Kernenergie sind, um ihnen die Möglichkeit zu geben, die Einstellungen zu dieser Technologie im eigenen Land zu erforschen und die Informationen, die helfen könnten, negative Meinungen zu überwinden. Die Recherche wird in einen Plan für die öffentliche Akzeptanz der Kernenergie umgesetzt und einer internationalen Jury vorgelegt werden.
Teilnehmer der Energie-Olympiade werden Studenten im Grund- oder Aufbaustudium in Ländern sein, die sich auf die Nutzung der Kernenergie vorbereiten oder in Ländern, die den Bau neuer Atomkraftwerke planen.
Die International Nuclear Energy-Olympiade 2011 wird mit Billigung der International Atomic Energy Agency (IAEA) von der World Nuclear University (WNU) organisiert und von Korea Nuclear Energy Promotion Agency (KONEPA) veranstaltet.
Die Arbeitssprache der Olympiade wird Englisch sein.
>>> Weitere Informationen und der link zum Anmeldeformular sind auf der Seite http://www.nuclearolympiad.org zu finden.
(Vielleicht würde man sich über einen Antrag aus Deutschland wundern, vielleicht auch nicht.)
Freitag, 17. Juni 2011
Bis 2020 sollen in China insgesamt 100 Atomkraftwerke in Betrieb sein
AKW internationalChina hat eine Inspektion seiner 13 Kernkraftwerke abgeschlossen. Laut einer Veröffentlichung vom 14.06.11 auf der Website des Ministeriums für Umweltschutz, sagte der Vize-Minister, Li Ganjie, einer Delegation aus den Vereinigten Staaten. Die Aussage impliziert, dass die Atomkraftwerke den Test, der im April nach dem Fukushima Daiichi AKW-Katastrophe in Japan beschlossen worden war, bestanden haben. (Ian Johnson, in: The New York Times - Asien-Pazifik, 16.06.2011)
Bis Oktober, sagte Herr Li, werde das Ministerium die 28 im Bau befindlichen Anlagen getestet haben. Vor Abschluss der Kontrollen werde keine Betriebsgenehmigung erteilt.
Chinas Energiebedarf wird nach Schätzungen jährlich um 12 Prozent steigen. Die Regierung hat erklärt, dass Kernenergie ein wichtiger Teil der chinesischen Energie-Zukunft sei. Bis 2020 sollen 100 Atomkraftwerke in Betrieb sein.
Selbst während der Krise in Japan hatten China und andere Wachstumsländer wie Indien erklärt, dass sie ihre nuklearen Konzepte weiter verfolgen werden.
Bis Oktober, sagte Herr Li, werde das Ministerium die 28 im Bau befindlichen Anlagen getestet haben. Vor Abschluss der Kontrollen werde keine Betriebsgenehmigung erteilt.
Chinas Energiebedarf wird nach Schätzungen jährlich um 12 Prozent steigen. Die Regierung hat erklärt, dass Kernenergie ein wichtiger Teil der chinesischen Energie-Zukunft sei. Bis 2020 sollen 100 Atomkraftwerke in Betrieb sein.
Selbst während der Krise in Japan hatten China und andere Wachstumsländer wie Indien erklärt, dass sie ihre nuklearen Konzepte weiter verfolgen werden.
Ist für die Grünen die Kernenergie jetzt auch Schuld an der Erderwärmung?
Im Leitantrag des grünen Bundesvorstandes zum Parteitag der Grünen (BuVo-Beschluss vom 17.06.2011), heißt es:
Worte, die uns vertraut erscheinen, vermitteln durch kleine Änderungen in der Kombination einen neuen Sinn, der uns bei flüchtigem Lesen entgehen kann, den wir aber dennoch aufnehmen. Die Kernenergie wird in diesem Leitantrag in einen ursächlichen Zusammenhang mit der Erderwärmung in Verbindung gebracht. Zufall? Absicht? Oder waidmännischer Tunnelblick, der die Verbissenheit der Grünen demonstriert, ihre Politik mit Hilfe falscher Behauptungen auch gegenüber ihren eigenen Mitgliedern und Anhängern durchzusetzen?
Vertrauensbildend sind diese Worte nicht. Interessant in diesem Zusammenhang finde ich das Ergebnis einer Umfrage, die belegt, dass 91 Prozent der Deutschen ihren Politikern nicht trauen.
"Der Klimawandel schreitet schneller voran als dies noch vor wenigen Jahren abzusehen war und die Folgen der Erderwärmung sind vielerorts bereits seit Jahren spürbar. Es ist also höchste Zeit für eine umfassende Energiewende. Die Vergangenheit mit Atom muss beendet werden."Eine Vergangenheit lässt sich nicht beenden, man kann einen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen, was bedeutet, dass man mit einer Sache nichts mehr zu tun haben möchte und sie als erledigt betrachtet, aber die Vergangenheit selbst lässt sich nicht beenden. Dies nebenbei, aber es macht hellhörig.
Worte, die uns vertraut erscheinen, vermitteln durch kleine Änderungen in der Kombination einen neuen Sinn, der uns bei flüchtigem Lesen entgehen kann, den wir aber dennoch aufnehmen. Die Kernenergie wird in diesem Leitantrag in einen ursächlichen Zusammenhang mit der Erderwärmung in Verbindung gebracht. Zufall? Absicht? Oder waidmännischer Tunnelblick, der die Verbissenheit der Grünen demonstriert, ihre Politik mit Hilfe falscher Behauptungen auch gegenüber ihren eigenen Mitgliedern und Anhängern durchzusetzen?
Vertrauensbildend sind diese Worte nicht. Interessant in diesem Zusammenhang finde ich das Ergebnis einer Umfrage, die belegt, dass 91 Prozent der Deutschen ihren Politikern nicht trauen.
Donnerstag, 16. Juni 2011
IAEA beruft Ministerkonferenz über die nukleare Sicherheit
Die Internationale Atomenergie-Agentur (IAEA) wird vom 20. bis 24. Juni auf einer Fünf-Tage-Ministerkonferenz über Fragen im Zusammenhang mit der Verbesserung der nuklearen Sicherheit in der ganzen Welt diskutieren. Das Programm der Konferenz kann heruntergeladen werden.
Dienstag, 14. Juni 2011
Fukushima: Bericht der Japanischen Regierung an die IAEA
Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde wieder am Netz
Mich würde sehr interessieren, was es konkret an der Pressemeldung von e.on, zu kritisieren gibt. In welcher Industriebranche gibt es vergleichsweise hohe Sicherheitsstandards und Kontrollen? Wird in diesem Bericht eine Gefahr verschwiegen?
Pressemeldung von e.on, 14.06.2011
Das Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde speist seit dem 14. Juni 2011, 16:36 Uhr, wieder Strom ins Netz. Die Anlage ging am 2. Mai 2011 zum 26. Brennelementwechsel und der jährlichen Anlagenrevision vom Netz.
Während der diesjährigen planmäßigen Revision wurden 20 der insgesamt 193 Brennelemente durch neue Uran-Brennelemente ersetzt. Darunter sind auch die zwei Brennelemente, bei denen an je einem Brennstab ein geringfügiger Hüllrohrschaden festgestellt wurde. Das Revisionsprogramm umfasste circa 1.000 teilweise sehr umfangreiche Prüfungen und zahlreiche Inspektions- und Instandhaltungsarbeiten.
Im Revisionszeitraum kamen bis zu 1.650 externe Fachkräfte aus über 100 Fachfirmen zum Einsatz. Die atomrechtliche Aufsichtsbehörde und die von ihr beauftragten Gutachterorganisationen TÜV Nord und Germanischer Lloyd überwachten alle sicherheitstechnisch relevanten Arbeiten. Die Überprüfung der technischen Systeme auf ihre Funktionstüchtigkeit bestätigte den guten Zustand der Anlage.
Das Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde investierte für die Revisionsarbeiten insgesamt 56 Millionen Euro.
Seit der letzten Revision im April 2010 war das Kernkraftwerk mit einer Zeitverfügbarkeit von 100 Prozent am Netz und erzeugte in diesem Zeitraum etwa 12,3 Milliarden Kilowattstunden Strom. Dies entspricht einem Jahresstromverbrauch von circa 3 Millionen deutschen Haushalten. Der Umwelt ersparte das Kernkraftwerk Grohnde damit fast 12 Millionen Tonnen CO2.
Pressemeldung von e.on, 14.06.2011
Das Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde speist seit dem 14. Juni 2011, 16:36 Uhr, wieder Strom ins Netz. Die Anlage ging am 2. Mai 2011 zum 26. Brennelementwechsel und der jährlichen Anlagenrevision vom Netz.
Während der diesjährigen planmäßigen Revision wurden 20 der insgesamt 193 Brennelemente durch neue Uran-Brennelemente ersetzt. Darunter sind auch die zwei Brennelemente, bei denen an je einem Brennstab ein geringfügiger Hüllrohrschaden festgestellt wurde. Das Revisionsprogramm umfasste circa 1.000 teilweise sehr umfangreiche Prüfungen und zahlreiche Inspektions- und Instandhaltungsarbeiten.
Im Revisionszeitraum kamen bis zu 1.650 externe Fachkräfte aus über 100 Fachfirmen zum Einsatz. Die atomrechtliche Aufsichtsbehörde und die von ihr beauftragten Gutachterorganisationen TÜV Nord und Germanischer Lloyd überwachten alle sicherheitstechnisch relevanten Arbeiten. Die Überprüfung der technischen Systeme auf ihre Funktionstüchtigkeit bestätigte den guten Zustand der Anlage.
Das Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde investierte für die Revisionsarbeiten insgesamt 56 Millionen Euro.
Seit der letzten Revision im April 2010 war das Kernkraftwerk mit einer Zeitverfügbarkeit von 100 Prozent am Netz und erzeugte in diesem Zeitraum etwa 12,3 Milliarden Kilowattstunden Strom. Dies entspricht einem Jahresstromverbrauch von circa 3 Millionen deutschen Haushalten. Der Umwelt ersparte das Kernkraftwerk Grohnde damit fast 12 Millionen Tonnen CO2.
Slowenien hält an Kernenergie fest
Slowenien werde für mindestens 20 Jahre trotz des Unfalls in Fukushima Atomstrom produzieren, sagte die Wirtschaftsministerin Darja Radic am 10.06.2011. (Yahoo News, 10.06.11)
Die Regierung habe fünf verschiedene Optionen zur Energieversorgung Sloweniens bis 2030 vorbereitet, sagte sie, und alle beinhalten die Atomkraft-Option. Nach einer öffentlichen Debatte über die Vorschläge werde die Regierung die beste Option auswählen und dem Parlament Ende des Jahres zum Beschluss vorlegen.
Slowenien hat zurzeit nur einen Atomreaktor, der 1984 im ehemaligen Jugoslawien gemeinsam mit Kroatien gebaut wurde. Beide Länder sind auch heute noch Eigentümer des Atomkraftwerks, in dem 40 Prozent des in Slowenien erzeugten Stroms produziert werden.
Zwei der Optionen sehen vor, einen zweiten Reaktor in Krsko zu bauen.
Die Regierung habe fünf verschiedene Optionen zur Energieversorgung Sloweniens bis 2030 vorbereitet, sagte sie, und alle beinhalten die Atomkraft-Option. Nach einer öffentlichen Debatte über die Vorschläge werde die Regierung die beste Option auswählen und dem Parlament Ende des Jahres zum Beschluss vorlegen.
Slowenien hat zurzeit nur einen Atomreaktor, der 1984 im ehemaligen Jugoslawien gemeinsam mit Kroatien gebaut wurde. Beide Länder sind auch heute noch Eigentümer des Atomkraftwerks, in dem 40 Prozent des in Slowenien erzeugten Stroms produziert werden.
Zwei der Optionen sehen vor, einen zweiten Reaktor in Krsko zu bauen.
Montag, 13. Juni 2011
Italien stimmt gegen Atomkraft
Noch während der Öffnung der Wahllokale hat der italienische Regierungschef Berlusconi bereits seine Niederlage bei dem Anti-Atom-Referendum zugegeben, berichtet die NZZ. Er propagiert nun erneuerbare Energien statt Atomkraftwerke.
«Aufgrund eines Beschlusses des italienischen Volkes, der sich in diesen Stunden konkretisiert, müssen wir uns von der Aussicht verabschieden, in Italien Atomkraftwerke zu bauen, und müssen uns ganz um erneuerbare Energien bemühen», sagte Berlusconi am Nachmittag bei einer gemeinsamen Medienkonferenz mit seinem israelischen Amtskollegen Benjamin Netanyahu in Rom. Berlusconi und Netanyahu unterzeichneten ein Memorandum für die Entwicklung gemeinsamer Projekte im Bereich erneuerbarer Energien.
«Aufgrund eines Beschlusses des italienischen Volkes, der sich in diesen Stunden konkretisiert, müssen wir uns von der Aussicht verabschieden, in Italien Atomkraftwerke zu bauen, und müssen uns ganz um erneuerbare Energien bemühen», sagte Berlusconi am Nachmittag bei einer gemeinsamen Medienkonferenz mit seinem israelischen Amtskollegen Benjamin Netanyahu in Rom. Berlusconi und Netanyahu unterzeichneten ein Memorandum für die Entwicklung gemeinsamer Projekte im Bereich erneuerbarer Energien.
Indiens Atomkraftwerk-Betreiber überlegen Selbstversicherung
Indiens Atomkraftwerk-Betreiber, Nuclear Power Corporation of India (NPCIL), überlegen eine Selbstversicherung, um im Falle eines nuklearen Unfalls Opfer entschädigen zu können.
Sonntag, 12. Juni 2011
Italien stimmt über Ausstieg aus der Kernenergie ab
Bereits vor 24 Jahren hatten die Italiener den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. An diesem Sonntag und Montag werden sie darüber entscheiden, neue Kernkraftwerke in Italien zu bauen. Die Atomkraftgegner bringen die Abstimmung geschickt in Verbindung mit einem Misstrauensvotum gegen die Berlusconi-Regierung und könnten damit Erfolg haben.
Die Regierung Italiens hatte das Ziel, ab dem Jahr 2020 ein Viertel der Energie aus Atomkraft zu erzeugen und die Abhängigkeit von teuren Gaslieferungen aus dem Ausland verringern. Ab dem Jahr 2020 sollten 25 Prozent der Energie aus Atomkraft erzeugt werden.
Die Regierung Italiens hatte das Ziel, ab dem Jahr 2020 ein Viertel der Energie aus Atomkraft zu erzeugen und die Abhängigkeit von teuren Gaslieferungen aus dem Ausland verringern. Ab dem Jahr 2020 sollten 25 Prozent der Energie aus Atomkraft erzeugt werden.
Sonntag, 5. Juni 2011
Merheit der Bulgaren für Atomkraftwerk Belene
Die Mehrheit der Bulgaren, 64 Prozent, sind nach einer Umfrage zwischen dem 3. und 8. Mai der Meinung, das zweite Atomkraftwerk, Belene, müsse so schnell wie möglich gebaut werden. (novinite.com, 05.06.11)
Samstag, 4. Juni 2011
Mittwoch, 1. Juni 2011
Energieriesen - Kandidaten für Übernahme?
Ob die Atomkraftgegner daran gedacht haben, dass die Energieriesen Übernahmekandidaten für ausländische Konkurrenten wie EdF oder Gazprom werden können?
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Südafrika bleibt auf Atomkurs
Die Energieministerin Südafrikas, Dipuo Peters, bestätigte den Parlamentsbeschluss zur nuklearen und erneuerbaren Energie als Bestandteil eines integrierten Ressourcenplans(IRP).
Die laufenden Vorkommnisse im Fukushima-Daichi Atomkraftwerk hätten eine vorsichtige Bestandsaufnahme der Folgen für das Nuklearprogramm erforderlich gemacht, sagte die Ministerin. Der Unfall in Fukushima habe sich zu einem Zeitpunkt ereignet, der es Südafrika ermöglicht habe, die entsprechenden Lektionen in das Atomkraftprogramm einzubeziehen und die Erfahrungen anderer Länder zu nutzen.
Südafrika ist davon überzeugt, dass die Kernenergie ein notwendiger Teil seiner Strategie ist, die darauf ausgerichtet ist, die Treibhausgase mit Hilfe eines breit gefächerten Portfolios aus fossilen Brennstoffen, erneuerbaren Energien und energieeffizienten Technologien zu reduzieren. (Times Live, 26.05.11)
Im Unterschied zur Deutschen Energiepolitik steht die Frage der Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen an erster Stelle.
Die laufenden Vorkommnisse im Fukushima-Daichi Atomkraftwerk hätten eine vorsichtige Bestandsaufnahme der Folgen für das Nuklearprogramm erforderlich gemacht, sagte die Ministerin. Der Unfall in Fukushima habe sich zu einem Zeitpunkt ereignet, der es Südafrika ermöglicht habe, die entsprechenden Lektionen in das Atomkraftprogramm einzubeziehen und die Erfahrungen anderer Länder zu nutzen.
Südafrika ist davon überzeugt, dass die Kernenergie ein notwendiger Teil seiner Strategie ist, die darauf ausgerichtet ist, die Treibhausgase mit Hilfe eines breit gefächerten Portfolios aus fossilen Brennstoffen, erneuerbaren Energien und energieeffizienten Technologien zu reduzieren. (Times Live, 26.05.11)
Im Unterschied zur Deutschen Energiepolitik steht die Frage der Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen an erster Stelle.
Saudi Arabien plant den Bau neuer Atomkraftwerke
Saudi Arabien plant den Bau von 16 Atomkraftwerken bis 2030 für über 100 Milliarden Dollar, berichtet Reuters Africa, unter Hinweis auf eine Veröffentlichung in Arab News. Damit will der größte Erdölexporteur der Welt der schnell anwachsenden Energienachfrage standhalten. Die Atomreaktoren sollen die heimische Energieversorgung unterstützen.
In 10 Jahren sollen die ersten zwei Reaktoren fertig gestellt sein, danach sollen jährlich zwei neue Atomkraftwerke hinzu kommen, sagte Abdul Ghani bin Melaibari, der Koordinator wissenschaftlicher Zusammenarbeit in King Abdullah City für Nukleare und Erneuerbare Energie. Das Königreich plane, 20 Prozent seines Energiebedarfs durch nukleare Energie zu decken.
Die benachbarten Arabischen Emiraten hatten 2009 einen Vertrag mit einem Südkoreanischen Konsortium über den Bau von Atomkraftanlagen im Gesamtwert von 20,4 Milliarden Dollar geschlossen. (Reuters Africa, 1.06.11)
In 10 Jahren sollen die ersten zwei Reaktoren fertig gestellt sein, danach sollen jährlich zwei neue Atomkraftwerke hinzu kommen, sagte Abdul Ghani bin Melaibari, der Koordinator wissenschaftlicher Zusammenarbeit in King Abdullah City für Nukleare und Erneuerbare Energie. Das Königreich plane, 20 Prozent seines Energiebedarfs durch nukleare Energie zu decken.
Die benachbarten Arabischen Emiraten hatten 2009 einen Vertrag mit einem Südkoreanischen Konsortium über den Bau von Atomkraftanlagen im Gesamtwert von 20,4 Milliarden Dollar geschlossen. (Reuters Africa, 1.06.11)
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