Mittwoch, 1. Juni 2011

Energieriesen - Kandidaten für Übernahme?

Ob die Atomkraftgegner daran gedacht haben, dass die Energieriesen Übernahmekandidaten für ausländische Konkurrenten wie EdF oder Gazprom werden können?
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Südafrika bleibt auf Atomkurs

Die Energieministerin Südafrikas, Dipuo Peters, bestätigte den Parlamentsbeschluss zur nuklearen und erneuerbaren Energie als Bestandteil eines integrierten Ressourcenplans(IRP).
Die laufenden Vorkommnisse im Fukushima-Daichi Atomkraftwerk hätten eine vorsichtige Bestandsaufnahme der Folgen für das Nuklearprogramm erforderlich gemacht, sagte die Ministerin. Der Unfall in Fukushima habe sich zu einem Zeitpunkt ereignet, der es Südafrika ermöglicht habe, die entsprechenden Lektionen in das Atomkraftprogramm einzubeziehen und die Erfahrungen anderer Länder zu nutzen.

Südafrika ist davon überzeugt, dass die Kernenergie ein notwendiger Teil seiner Strategie ist, die darauf ausgerichtet ist, die Treibhausgase mit Hilfe eines breit gefächerten Portfolios aus fossilen Brennstoffen, erneuerbaren Energien und energieeffizienten Technologien zu reduzieren. (Times Live, 26.05.11)

Im Unterschied zur Deutschen Energiepolitik steht die Frage der Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen an erster Stelle.

Saudi Arabien plant den Bau neuer Atomkraftwerke

Saudi Arabien plant den Bau von 16 Atomkraftwerken bis 2030 für über 100 Milliarden Dollar, berichtet Reuters Africa, unter Hinweis auf eine Veröffentlichung in Arab News. Damit will der größte Erdölexporteur der Welt der schnell anwachsenden Energienachfrage standhalten. Die Atomreaktoren sollen die heimische Energieversorgung unterstützen.
In 10 Jahren sollen die ersten zwei Reaktoren fertig gestellt sein, danach sollen jährlich zwei neue Atomkraftwerke hinzu kommen, sagte Abdul Ghani bin Melaibari, der Koordinator wissenschaftlicher Zusammenarbeit in King Abdullah City für Nukleare und Erneuerbare Energie. Das Königreich plane, 20 Prozent seines Energiebedarfs durch nukleare Energie zu decken.
Die benachbarten Arabischen Emiraten hatten 2009 einen Vertrag mit einem Südkoreanischen Konsortium über den Bau von Atomkraftanlagen im Gesamtwert von 20,4 Milliarden Dollar geschlossen. (Reuters Africa, 1.06.11)