Donnerstag, 30. Juni 2011

In Deutschland wird ein Transmutationsreaktor gebraucht

Der umweltpolitische Sprecher der FDP Fraktion im Hessischen Landtag, Frank Sürmann, fordert eine schnelle und geordnete Entsorgung der atomaren Abfälle.

Sürmann: „Wer sich beim Ausstieg selbst überholt, muss dies genauso schnell beim Abfall tun, sonst bleibt die Unglaubwürdigkeit. Es ist ein Irrglaube, dass, nur weil wir die Atomkraftwerke abschalten werden, die Gefahr gebannt ist. Die eigentliche Gefahr ist und bleibt der Abfall. Die Entwicklung neuer Technologien zur Entsorgung und Verarbeitung ist in den letzten Jahren immer hinter die Frage nach der Laufzeit zurück gefallen. Damit haben wir uns ein Kuckucksei ins Nest gesetzt.“

„Deutschland wird auf lange Sicht gesehen einen Transmutationsreaktor brauchen, der den deutschen atomaren Abfall so behandeln kann, dass dieser nur noch wenige hundert Jahre statt mehrere hunderttausend gefährlich strahlt.“

Die Technik, die Sürmann damit anspricht ist eine bereits unweit der belgisch/deutschen Grenze in Mol umgesetzte Maßnahme zur Reduzierung der Strahlung. Das Transmutationswerk in Mol soll 2020 fertig gestellt werden und durch den Vorgang der Transmutation sogar selbst Energie erzeugen können. „Die belgische Anlage ist von der EU gefördert, über die Hälfte der Gelder kommen dafür aus Deutschland, warum also nicht selbst eine solche Anlage anstreben?“ so Sürmann abschließend.

Quelle: FDP Bergstrasse, 27.06.2011