Dienstag, 21. Juni 2011

Bedroht Hochwasser in Nebraska Atomkraftwerke?

Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit Atomkraftwerken sind für Atomkraftgegner keine Sicherheitsmaßnahmen, sondern Beweise ihrer fehlenden Sicherheit. Sie machen Politik mit der Sorge um die Sicherheit und nicht mit der Lösung eines Sicherheitproblems. Dies zeigt folgendes Beispiel:


Seit 2009 informiert eine Gruppe bei facebook und twitter "rund um das Thema Atomkraft: News, Informationen, Hinweise, Aufrufe, Termine und mehr!" 4.444 Leuten gefällt das. Ob die Nachrichten der Gruppe auch mal mit den Quellen verglichen werden, auf die sich die Gruppe beruft?

Vor wenigen Minuten wurde über twitter und facebook gemeldet: "Überschwemmungen gibt es überall. In einem U.S.-Überschwemmungsgebiet zudem zwei AKW. Grund zur Sorge http://fb.me/DeysisSk". Diesen link habe ich aufgerufen und fand dort einen Artikel der New York Times vom 20.06.2011.

Ich weiß nicht erst seit der Auseinandersetzung George Montbiot's mit Helen Caldicott über die Wirkung von Radioaktivität, wie wichtig es ist, seine Quellen sauber zu belegen. Diese Forderung sollte nicht nur für Wissenschaftler gelten, sondern für alle, die sich in wissenschaftliche Diskussionen einbringen, auch für Atomkraftgegner. Andernfalls würde es ja genügen, zigtausendmal "nein" zu rufen, aber darauf würde wahrscheinlich keiner reinfallen.

In der angegebenen Quelle, New York Times, lautet die Überschrift: "Flooding Brings Worries Over Two Nuclear Plants". Wegen des Rekord-Hochwassers entlang des Missouri River, das Häuser und Unternehmen überschwemmte, wuchsen Bedenken, ob einige der wichtigen Strukturen von zwei am Fluss liegenden Atomkraftwerken trocken gehalten werden können. Obwohl die Kraftwerke "außergewöhnliche Ereignisse" gemeldet haben, die unterste Ebene in der Notfall-Taxonomie der nuklearen Aufsichtsbehörden des Bundes, seien beide Kraftwerke so ausgelegt, dass sie in der Lage seien, diesem Niveau der Überschwemmung standzuhalten und kein Risiko einer Katastrophe bestehe. Dies teilte ein Sprecher der Nuklearen Aufsichtsbehörde mit.

Eines der Kraftwerke wurde zum Nachfüllen und in Erwartung der Überschwemmungen im April heruntergefahren und in einem "kalten shutdown" gehalten, das andere Kraftwerk liegt auf einer Anhöhe und ist noch in Betrieb (20.06.2011).
Der ungewöhnliche Anblick eines von Wasser umgebenen Kernkraftwerks habe, so kurz nach der sich immer noch weiter entfaltenden nuklearen Katastrophe, die dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan folgte, habe zu Besorgnis und Spekulationen geführt, die einen der Betreiber dazu veranlasst haben, seiner Webseite eine Seite "“flood rumor control” hinzuzufügen, die besagt: “There has been no release of radioactivity and none is expected.”

Der stellvertretende Direktor des Nebraska Emergency Management Agency, Al Berndt, sagte, er glaube, dass beide Anlagen dazu bereit waren, mit dem Hochwasser umzugehen: "Ich bin nicht besorgt". Selbst dann, wenn das Wasser mit der Anlage in Berührung kommen sollte, wäre sie immer noch geschützt. "Die Anlage selbst ist wasserdicht", sagte Jeff Hanson, ein Sprecher des Betreibers.
Ein ehemaliger Professor für Nukleartechnik am MIT, Andrew C. Kadak, sagte, die Frage sei, ob die Kraftwerke noch Leistung hätten. "Wenn sie Leistung haben, können die Kernkraftwerke dort warten, bis das Wasser zurückgeht. Die Fukushima Lektion ist wirklich, dass sie dafür sorgen müssen, Elektrizität zu haben" ("The Fukushima lesson is really that you've got to have electricity"). Und dafür haben die Arbeiter und die Verantwortlichen offenbar gesorgt.

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